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Diplomacy & Defense Think Tank News

Emerging cooperation strategies in development finance amid a shifting global order

In the context of the changing global order and rising nationalism, several countries, including the United States and some European countries, have cut their official development assistance (ODA). The OECD forecasts a decline of ODA by around 23 per cent between 2024 and 2025 (OECD, 2026). At the same time there is a significant financing gap for achieving the Sustainable Development Goals (SDGs), currently estimated at about $4 trillion. Furthermore, the annual financing required to achieve the SDGs by 2030 increased by 36 per cent between 2015 and 2022, rising from $6.81 trillion to $9.24 trillion. This increase was driven by climate-related challenges, the impact of the pandemic, supply chain disruptions, and rising food and energy prices. These two trends have led to a significant SDG financing gap, which is projected to reach $6.4 trillion by 2030, assuming that it continues to grow at the rate observed between 2015 and 2022. Furthermore, mounting debt obligations are exerting pressure on pivotal investments in health, education and climate resilience (OECD, 2025). According to the debt sustainability analysis of the International Monetary Fund (IMF) and World Bank, about half of low-income countries are either at high risk of debt distress or already in debt distress.

Emerging cooperation strategies in development finance amid a shifting global order

In the context of the changing global order and rising nationalism, several countries, including the United States and some European countries, have cut their official development assistance (ODA). The OECD forecasts a decline of ODA by around 23 per cent between 2024 and 2025 (OECD, 2026). At the same time there is a significant financing gap for achieving the Sustainable Development Goals (SDGs), currently estimated at about $4 trillion. Furthermore, the annual financing required to achieve the SDGs by 2030 increased by 36 per cent between 2015 and 2022, rising from $6.81 trillion to $9.24 trillion. This increase was driven by climate-related challenges, the impact of the pandemic, supply chain disruptions, and rising food and energy prices. These two trends have led to a significant SDG financing gap, which is projected to reach $6.4 trillion by 2030, assuming that it continues to grow at the rate observed between 2015 and 2022. Furthermore, mounting debt obligations are exerting pressure on pivotal investments in health, education and climate resilience (OECD, 2025). According to the debt sustainability analysis of the International Monetary Fund (IMF) and World Bank, about half of low-income countries are either at high risk of debt distress or already in debt distress.

Emerging cooperation strategies in development finance amid a shifting global order

In the context of the changing global order and rising nationalism, several countries, including the United States and some European countries, have cut their official development assistance (ODA). The OECD forecasts a decline of ODA by around 23 per cent between 2024 and 2025 (OECD, 2026). At the same time there is a significant financing gap for achieving the Sustainable Development Goals (SDGs), currently estimated at about $4 trillion. Furthermore, the annual financing required to achieve the SDGs by 2030 increased by 36 per cent between 2015 and 2022, rising from $6.81 trillion to $9.24 trillion. This increase was driven by climate-related challenges, the impact of the pandemic, supply chain disruptions, and rising food and energy prices. These two trends have led to a significant SDG financing gap, which is projected to reach $6.4 trillion by 2030, assuming that it continues to grow at the rate observed between 2015 and 2022. Furthermore, mounting debt obligations are exerting pressure on pivotal investments in health, education and climate resilience (OECD, 2025). According to the debt sustainability analysis of the International Monetary Fund (IMF) and World Bank, about half of low-income countries are either at high risk of debt distress or already in debt distress.

Deutschlands goldenes Sparschwein

30 Milliarden Euro fehlen der Bundesregierung, um die akute Krise zu meistern. Zugleich sitzt das Land auf riesigen Goldreserven. Warum nicht einige davon nutzen? , Die Bundesregierung steckt mal wieder in einem finanziellen Dilemma: Auf der einen Seite klafft eine Haushaltslücke, die noch deutlich größer ausfallen dürfte als die 20 oder 30 Milliarden Euro, über die bisher diskutiert wird. Es könnte aber noch mehr Geld im Bundeshaushalt fehlen. Auf der anderen ...

Das UN-Weltstädteforum: Eine globale Bühne für autoritären Urbanismus?

Bonn, 11. Mai 2026. Die zunehmende Prominenz autoritärer Planungsansätze auf dem Weltstädteforum erhöht die Gefahr, dass UN-Habitats wichtigste Konferenz Autokraten eine globale Bühne bietet.

Vom 17. bis 22. Mai findet in Baku, Aserbaidschan, das 13. UN-Weltstädteforum (WUF) statt. Zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal seit 2020 richtet ein autoritärer Staat UN-Habitats wichtigste Konferenz zur Stadtentwicklung aus. Während Deutschland und andere demokratische Staaten ihre Präsenz auf dem Forum zurückfahren, wächst die Sichtbarkeit autoritärer Staaten. Setzt sich dieser Trend fort, droht die Konferenz zu einer globalen Bühne für autoritären Urbanismus zu werden.

Das letzte WUF im Jahr 2024 war dafür ein Paradebeispiel. Gastgeberland Ägypten nutzte die globale mediale und politische Aufmerksamkeit in Kairo, um sein umstrittenes Projekt einer neuen Hauptstadt zu präsentieren: die mehrere Milliarden US-Dollar teure Planstadt wurde heftig dafür kritisiert vor allem einer kleinen wohlhabenden Minderheit zu dienen, weitgehend unbewohnt zu sein und Investitionen aus Ägyptens bestehenden Städten abzuziehen. Das Magazin „The Economist“ bezeichnete das Projekt pointiert als „Egypt‘s new pyramid scheme“ (übersetzt „Ägyptens neues Schneeballsystem“ – womit auf eine Betrugsmasche angespielt wird).

An städtischen Herausforderungen, die neue Entwicklungsansätze erfordern, mangelt es nicht. In Afrika schreitet die Urbanisierung rasant voran; die städtische Bevölkerung wird sich Prognosen zufolge von 700 Millionen im Jahr 2020 auf 1,4 Milliarden im Jahr 2050 verdoppeln. Weltweit leben noch immer rund eine Milliarde Menschen in informellen Siedlungen, oft ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Gleichzeitig verursachen Städte über 70 % der globalen Treibhausgasemissionen und spielen damit eine zentrale Rolle im Klimaschutz.

Doch der von vielen Autokratien bevorzugte Planungsansatz – der in ihren WUF-Pavillons deutlich sichtbar wird – scheitert häufig bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, vor allem, weil er nicht darauf ausgelegt ist, der Mehrheit der Bevölkerung zugutezukommen. Vielmehr dient dieser Ansatz, den der Politikwissenschaftler James Scott als „autoritären Hochmodernismus“ bezeichnet hat, in der Regel vor allem den Interessen und Fantasien des Regimes, etwa der Festigung politischer Macht und der Ausübung sozialer Kontrolle. Als Ideologie setzt dieser Ansatz auf von oben gesteuerte Masterpläne, die notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt werden und von den Lebensrealitäten der Menschen losgelöst sind.

Abgesehen davon, dass dieser Planungsansatz autoritäre Regime stärkt, zeigt sich historisch, dass er städtische Probleme häufig eher verschärft als löst. Der Ansatz geht in der Regel mit einer enormen Verschwendung öffentlicher und privater Ressourcen einher und verursacht meist erhebliche soziale und ökologische Schäden. Prominente Beispiele für gescheiterten autoritären Hochmodernismus sind Planstädte wie etwa Malaysias „Forest City“, Saudi-Arabiens „The Line“ und Abu Dhabis gescheiterte Ökostadt „Masdar City“. Schätzungen zufolge stehen zwei Drittel dieser neuen Stadtprojekte nahezu leer oder sind vollständig unbewohnt und resultieren in sogenannten „Geisterstädten“. Projekte wie diese kommen in erster Linie politischen Eliten, Interessengruppen und Investor*innen zugute – nicht den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung oder deren Menschenrechten.

Alternative Stadtentwicklungsmodelle, die auf Stadterneuerung statt Masterpläne, auf Bürger*innenbeteiligung statt Eliteprojekte und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung statt auf Regimeinteressen setzen, wirken oft weniger spektakulär. Diese pluralistischen Planungsansätze funktionieren jedoch häufig nicht nur besser, sondern sind auch unerlässlich für den Abbau städtischer Ungleichheit, auch und gerade in informellen Siedlungen.

Daher ist es wichtig, auf Konferenzen wie dem WUF pluralistische Ansätze der Stadtentwicklung sichtbar zu machen. Tausende politische Entscheidungsträger*innen, Investor*innen, Journalist*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft kommen bei solchen Veranstaltungen zusammen, um Planungskonzepte der Stadtentwicklung zu beleuchten, zu diskutieren und zu entwerfen. Beim letzten WUF in Kairo bot der deutsche Pavillon eine wichtige Insel demokratischen Diskurses inmitten einer Flut überwiegend autoritärer urbaner Visionen. Er war als öffentliches Forum konzipiert, brachte unterschiedliche Perspektiven und Denkweisen zusammen und ermöglichte somit wichtige inklusive Diskussionen.

In diesem Jahr in Baku wird es jedoch keinen deutschen Pavillon geben. Auch andere Demokratien reduzieren aufgrund von Kürzungen ihrer Entwicklungsprogramme ihre Präsenz auf der Konferenz. Die Abwesenheit dieser Pavillons und Begegnungsräume bedeutet verpasste Gelegenheiten, WUF-Teilnehmenden aus aller Welt demokratischere, pluralistische und nachhaltigere Wege der Stadtentwicklung vorzustellen.

Die in den Pavillons präsentierten Stadtvisionen sind natürlich nur eine Dimension der Veranstaltung. Doch wenn Deutschland und andere Demokratien ihre Partner bei der Bewältigung drängender städtischer Herausforderungen wirksam und zugleich finanziell verantwortungsvoll unterstützen wollen, dürfen sie sich dem globalen Wettbewerb um die Gestaltung der Städte von morgen nicht entziehen. Deutschland sollte daher erwägen, beim nächsten WUF 2028 in Mexiko-Stadt wieder einen Pavillon zu organisieren und gemeinsam mit demokratischen Partnerländern Möglichkeiten auszuloten, dem autoritären Trend entgegenzuwirken. Dies könnte auch bedeuten, selbst in der Zukunft ein Weltstädteforum auszurichten.

Das UN-Weltstädteforum: Eine globale Bühne für autoritären Urbanismus?

Bonn, 11. Mai 2026. Die zunehmende Prominenz autoritärer Planungsansätze auf dem Weltstädteforum erhöht die Gefahr, dass UN-Habitats wichtigste Konferenz Autokraten eine globale Bühne bietet.

Vom 17. bis 22. Mai findet in Baku, Aserbaidschan, das 13. UN-Weltstädteforum (WUF) statt. Zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal seit 2020 richtet ein autoritärer Staat UN-Habitats wichtigste Konferenz zur Stadtentwicklung aus. Während Deutschland und andere demokratische Staaten ihre Präsenz auf dem Forum zurückfahren, wächst die Sichtbarkeit autoritärer Staaten. Setzt sich dieser Trend fort, droht die Konferenz zu einer globalen Bühne für autoritären Urbanismus zu werden.

Das letzte WUF im Jahr 2024 war dafür ein Paradebeispiel. Gastgeberland Ägypten nutzte die globale mediale und politische Aufmerksamkeit in Kairo, um sein umstrittenes Projekt einer neuen Hauptstadt zu präsentieren: die mehrere Milliarden US-Dollar teure Planstadt wurde heftig dafür kritisiert vor allem einer kleinen wohlhabenden Minderheit zu dienen, weitgehend unbewohnt zu sein und Investitionen aus Ägyptens bestehenden Städten abzuziehen. Das Magazin „The Economist“ bezeichnete das Projekt pointiert als „Egypt‘s new pyramid scheme“ (übersetzt „Ägyptens neues Schneeballsystem“ – womit auf eine Betrugsmasche angespielt wird).

An städtischen Herausforderungen, die neue Entwicklungsansätze erfordern, mangelt es nicht. In Afrika schreitet die Urbanisierung rasant voran; die städtische Bevölkerung wird sich Prognosen zufolge von 700 Millionen im Jahr 2020 auf 1,4 Milliarden im Jahr 2050 verdoppeln. Weltweit leben noch immer rund eine Milliarde Menschen in informellen Siedlungen, oft ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Gleichzeitig verursachen Städte über 70 % der globalen Treibhausgasemissionen und spielen damit eine zentrale Rolle im Klimaschutz.

Doch der von vielen Autokratien bevorzugte Planungsansatz – der in ihren WUF-Pavillons deutlich sichtbar wird – scheitert häufig bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, vor allem, weil er nicht darauf ausgelegt ist, der Mehrheit der Bevölkerung zugutezukommen. Vielmehr dient dieser Ansatz, den der Politikwissenschaftler James Scott als „autoritären Hochmodernismus“ bezeichnet hat, in der Regel vor allem den Interessen und Fantasien des Regimes, etwa der Festigung politischer Macht und der Ausübung sozialer Kontrolle. Als Ideologie setzt dieser Ansatz auf von oben gesteuerte Masterpläne, die notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt werden und von den Lebensrealitäten der Menschen losgelöst sind.

Abgesehen davon, dass dieser Planungsansatz autoritäre Regime stärkt, zeigt sich historisch, dass er städtische Probleme häufig eher verschärft als löst. Der Ansatz geht in der Regel mit einer enormen Verschwendung öffentlicher und privater Ressourcen einher und verursacht meist erhebliche soziale und ökologische Schäden. Prominente Beispiele für gescheiterten autoritären Hochmodernismus sind Planstädte wie etwa Malaysias „Forest City“, Saudi-Arabiens „The Line“ und Abu Dhabis gescheiterte Ökostadt „Masdar City“. Schätzungen zufolge stehen zwei Drittel dieser neuen Stadtprojekte nahezu leer oder sind vollständig unbewohnt und resultieren in sogenannten „Geisterstädten“. Projekte wie diese kommen in erster Linie politischen Eliten, Interessengruppen und Investor*innen zugute – nicht den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung oder deren Menschenrechten.

Alternative Stadtentwicklungsmodelle, die auf Stadterneuerung statt Masterpläne, auf Bürger*innenbeteiligung statt Eliteprojekte und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung statt auf Regimeinteressen setzen, wirken oft weniger spektakulär. Diese pluralistischen Planungsansätze funktionieren jedoch häufig nicht nur besser, sondern sind auch unerlässlich für den Abbau städtischer Ungleichheit, auch und gerade in informellen Siedlungen.

Daher ist es wichtig, auf Konferenzen wie dem WUF pluralistische Ansätze der Stadtentwicklung sichtbar zu machen. Tausende politische Entscheidungsträger*innen, Investor*innen, Journalist*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft kommen bei solchen Veranstaltungen zusammen, um Planungskonzepte der Stadtentwicklung zu beleuchten, zu diskutieren und zu entwerfen. Beim letzten WUF in Kairo bot der deutsche Pavillon eine wichtige Insel demokratischen Diskurses inmitten einer Flut überwiegend autoritärer urbaner Visionen. Er war als öffentliches Forum konzipiert, brachte unterschiedliche Perspektiven und Denkweisen zusammen und ermöglichte somit wichtige inklusive Diskussionen.

In diesem Jahr in Baku wird es jedoch keinen deutschen Pavillon geben. Auch andere Demokratien reduzieren aufgrund von Kürzungen ihrer Entwicklungsprogramme ihre Präsenz auf der Konferenz. Die Abwesenheit dieser Pavillons und Begegnungsräume bedeutet verpasste Gelegenheiten, WUF-Teilnehmenden aus aller Welt demokratischere, pluralistische und nachhaltigere Wege der Stadtentwicklung vorzustellen.

Die in den Pavillons präsentierten Stadtvisionen sind natürlich nur eine Dimension der Veranstaltung. Doch wenn Deutschland und andere Demokratien ihre Partner bei der Bewältigung drängender städtischer Herausforderungen wirksam und zugleich finanziell verantwortungsvoll unterstützen wollen, dürfen sie sich dem globalen Wettbewerb um die Gestaltung der Städte von morgen nicht entziehen. Deutschland sollte daher erwägen, beim nächsten WUF 2028 in Mexiko-Stadt wieder einen Pavillon zu organisieren und gemeinsam mit demokratischen Partnerländern Möglichkeiten auszuloten, dem autoritären Trend entgegenzuwirken. Dies könnte auch bedeuten, selbst in der Zukunft ein Weltstädteforum auszurichten.

Das UN-Weltstädteforum: Eine globale Bühne für autoritären Urbanismus?

Bonn, 11. Mai 2026. Die zunehmende Prominenz autoritärer Planungsansätze auf dem Weltstädteforum erhöht die Gefahr, dass UN-Habitats wichtigste Konferenz Autokraten eine globale Bühne bietet.

Vom 17. bis 22. Mai findet in Baku, Aserbaidschan, das 13. UN-Weltstädteforum (WUF) statt. Zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal seit 2020 richtet ein autoritärer Staat UN-Habitats wichtigste Konferenz zur Stadtentwicklung aus. Während Deutschland und andere demokratische Staaten ihre Präsenz auf dem Forum zurückfahren, wächst die Sichtbarkeit autoritärer Staaten. Setzt sich dieser Trend fort, droht die Konferenz zu einer globalen Bühne für autoritären Urbanismus zu werden.

Das letzte WUF im Jahr 2024 war dafür ein Paradebeispiel. Gastgeberland Ägypten nutzte die globale mediale und politische Aufmerksamkeit in Kairo, um sein umstrittenes Projekt einer neuen Hauptstadt zu präsentieren: die mehrere Milliarden US-Dollar teure Planstadt wurde heftig dafür kritisiert vor allem einer kleinen wohlhabenden Minderheit zu dienen, weitgehend unbewohnt zu sein und Investitionen aus Ägyptens bestehenden Städten abzuziehen. Das Magazin „The Economist“ bezeichnete das Projekt pointiert als „Egypt‘s new pyramid scheme“ (übersetzt „Ägyptens neues Schneeballsystem“ – womit auf eine Betrugsmasche angespielt wird).

An städtischen Herausforderungen, die neue Entwicklungsansätze erfordern, mangelt es nicht. In Afrika schreitet die Urbanisierung rasant voran; die städtische Bevölkerung wird sich Prognosen zufolge von 700 Millionen im Jahr 2020 auf 1,4 Milliarden im Jahr 2050 verdoppeln. Weltweit leben noch immer rund eine Milliarde Menschen in informellen Siedlungen, oft ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Gleichzeitig verursachen Städte über 70 % der globalen Treibhausgasemissionen und spielen damit eine zentrale Rolle im Klimaschutz.

Doch der von vielen Autokratien bevorzugte Planungsansatz – der in ihren WUF-Pavillons deutlich sichtbar wird – scheitert häufig bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, vor allem, weil er nicht darauf ausgelegt ist, der Mehrheit der Bevölkerung zugutezukommen. Vielmehr dient dieser Ansatz, den der Politikwissenschaftler James Scott als „autoritären Hochmodernismus“ bezeichnet hat, in der Regel vor allem den Interessen und Fantasien des Regimes, etwa der Festigung politischer Macht und der Ausübung sozialer Kontrolle. Als Ideologie setzt dieser Ansatz auf von oben gesteuerte Masterpläne, die notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt werden und von den Lebensrealitäten der Menschen losgelöst sind.

Abgesehen davon, dass dieser Planungsansatz autoritäre Regime stärkt, zeigt sich historisch, dass er städtische Probleme häufig eher verschärft als löst. Der Ansatz geht in der Regel mit einer enormen Verschwendung öffentlicher und privater Ressourcen einher und verursacht meist erhebliche soziale und ökologische Schäden. Prominente Beispiele für gescheiterten autoritären Hochmodernismus sind Planstädte wie etwa Malaysias „Forest City“, Saudi-Arabiens „The Line“ und Abu Dhabis gescheiterte Ökostadt „Masdar City“. Schätzungen zufolge stehen zwei Drittel dieser neuen Stadtprojekte nahezu leer oder sind vollständig unbewohnt und resultieren in sogenannten „Geisterstädten“. Projekte wie diese kommen in erster Linie politischen Eliten, Interessengruppen und Investor*innen zugute – nicht den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung oder deren Menschenrechten.

Alternative Stadtentwicklungsmodelle, die auf Stadterneuerung statt Masterpläne, auf Bürger*innenbeteiligung statt Eliteprojekte und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung statt auf Regimeinteressen setzen, wirken oft weniger spektakulär. Diese pluralistischen Planungsansätze funktionieren jedoch häufig nicht nur besser, sondern sind auch unerlässlich für den Abbau städtischer Ungleichheit, auch und gerade in informellen Siedlungen.

Daher ist es wichtig, auf Konferenzen wie dem WUF pluralistische Ansätze der Stadtentwicklung sichtbar zu machen. Tausende politische Entscheidungsträger*innen, Investor*innen, Journalist*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft kommen bei solchen Veranstaltungen zusammen, um Planungskonzepte der Stadtentwicklung zu beleuchten, zu diskutieren und zu entwerfen. Beim letzten WUF in Kairo bot der deutsche Pavillon eine wichtige Insel demokratischen Diskurses inmitten einer Flut überwiegend autoritärer urbaner Visionen. Er war als öffentliches Forum konzipiert, brachte unterschiedliche Perspektiven und Denkweisen zusammen und ermöglichte somit wichtige inklusive Diskussionen.

In diesem Jahr in Baku wird es jedoch keinen deutschen Pavillon geben. Auch andere Demokratien reduzieren aufgrund von Kürzungen ihrer Entwicklungsprogramme ihre Präsenz auf der Konferenz. Die Abwesenheit dieser Pavillons und Begegnungsräume bedeutet verpasste Gelegenheiten, WUF-Teilnehmenden aus aller Welt demokratischere, pluralistische und nachhaltigere Wege der Stadtentwicklung vorzustellen.

Die in den Pavillons präsentierten Stadtvisionen sind natürlich nur eine Dimension der Veranstaltung. Doch wenn Deutschland und andere Demokratien ihre Partner bei der Bewältigung drängender städtischer Herausforderungen wirksam und zugleich finanziell verantwortungsvoll unterstützen wollen, dürfen sie sich dem globalen Wettbewerb um die Gestaltung der Städte von morgen nicht entziehen. Deutschland sollte daher erwägen, beim nächsten WUF 2028 in Mexiko-Stadt wieder einen Pavillon zu organisieren und gemeinsam mit demokratischen Partnerländern Möglichkeiten auszuloten, dem autoritären Trend entgegenzuwirken. Dies könnte auch bedeuten, selbst in der Zukunft ein Weltstädteforum auszurichten.

The Global Tax Expenditures Transparancy Index: Companion paper (May 2026)

Revised version (May 2026)

Tax expenditures (TEs) are benefits granted through the tax system that lower government revenue and the taxliability of beneficiaries. Governments worldwide use TEs to pursue different policy goals such as attracting investment, boosting innovation and mitigating inequality. At the same time, TEs are costly: according to the Global Tax Expenditures Database (GTED), the worldwide average over the 1990-2023 period is 3.7 percent of GDP and 23.0 percent of tax revenue (Redonda et al., 2025). When ill designed, they can be ineffective in reaching their stated goals. They can also be highly distortive and trigger negative externalities. Yet, despite the fact that TEs have similar effects on public budgets as direct spending programmes, the lack of transparency in the TE field is striking, as only 116 out of 218 jurisdictions have reported on TEs at least once since 1990.1 In addition, the quality, regularity and scope of such reports are highly heterogeneous and, in many cases, do not allow to engage in meaningful discussions on the effectiveness and efficiency of TEs. The Global Tax Expenditures Transparency Index (GTETI) is the first comparative assessment of TE reporting covering jurisdictions worldwide. It provides a systematic framework to rank jurisdictions according to the regularity, quality and scope of their TE reports, and seeks to increase transparency and accountability in the TE field. Note that countries are not scored, ranked or compared on the size of revenue forgone reported, nor on the quality of their TE policy as such. This new version of the Companion Paper introduces the GTETI, outlines the updates made to the index since December 2024, and provides an in-depth explanation of its five dimensions and 25 indicators. It also discusses the rationale, scope, methodology, and assumptions underpinning the GTETI assessment process. The Companion Paper explains the limitations and issues users should bear in mind when consulting the index, which is publicly available free of charge on the Tax Expenditures Lab website, www.taxexpenditures.org.

The Global Tax Expenditures Transparancy Index: Companion paper (May 2026)

Revised version (May 2026)

Tax expenditures (TEs) are benefits granted through the tax system that lower government revenue and the taxliability of beneficiaries. Governments worldwide use TEs to pursue different policy goals such as attracting investment, boosting innovation and mitigating inequality. At the same time, TEs are costly: according to the Global Tax Expenditures Database (GTED), the worldwide average over the 1990-2023 period is 3.7 percent of GDP and 23.0 percent of tax revenue (Redonda et al., 2025). When ill designed, they can be ineffective in reaching their stated goals. They can also be highly distortive and trigger negative externalities. Yet, despite the fact that TEs have similar effects on public budgets as direct spending programmes, the lack of transparency in the TE field is striking, as only 116 out of 218 jurisdictions have reported on TEs at least once since 1990.1 In addition, the quality, regularity and scope of such reports are highly heterogeneous and, in many cases, do not allow to engage in meaningful discussions on the effectiveness and efficiency of TEs. The Global Tax Expenditures Transparency Index (GTETI) is the first comparative assessment of TE reporting covering jurisdictions worldwide. It provides a systematic framework to rank jurisdictions according to the regularity, quality and scope of their TE reports, and seeks to increase transparency and accountability in the TE field. Note that countries are not scored, ranked or compared on the size of revenue forgone reported, nor on the quality of their TE policy as such. This new version of the Companion Paper introduces the GTETI, outlines the updates made to the index since December 2024, and provides an in-depth explanation of its five dimensions and 25 indicators. It also discusses the rationale, scope, methodology, and assumptions underpinning the GTETI assessment process. The Companion Paper explains the limitations and issues users should bear in mind when consulting the index, which is publicly available free of charge on the Tax Expenditures Lab website, www.taxexpenditures.org.

The Global Tax Expenditures Transparancy Index: Companion paper (May 2026)

Revised version (May 2026)

Tax expenditures (TEs) are benefits granted through the tax system that lower government revenue and the taxliability of beneficiaries. Governments worldwide use TEs to pursue different policy goals such as attracting investment, boosting innovation and mitigating inequality. At the same time, TEs are costly: according to the Global Tax Expenditures Database (GTED), the worldwide average over the 1990-2023 period is 3.7 percent of GDP and 23.0 percent of tax revenue (Redonda et al., 2025). When ill designed, they can be ineffective in reaching their stated goals. They can also be highly distortive and trigger negative externalities. Yet, despite the fact that TEs have similar effects on public budgets as direct spending programmes, the lack of transparency in the TE field is striking, as only 116 out of 218 jurisdictions have reported on TEs at least once since 1990.1 In addition, the quality, regularity and scope of such reports are highly heterogeneous and, in many cases, do not allow to engage in meaningful discussions on the effectiveness and efficiency of TEs. The Global Tax Expenditures Transparency Index (GTETI) is the first comparative assessment of TE reporting covering jurisdictions worldwide. It provides a systematic framework to rank jurisdictions according to the regularity, quality and scope of their TE reports, and seeks to increase transparency and accountability in the TE field. Note that countries are not scored, ranked or compared on the size of revenue forgone reported, nor on the quality of their TE policy as such. This new version of the Companion Paper introduces the GTETI, outlines the updates made to the index since December 2024, and provides an in-depth explanation of its five dimensions and 25 indicators. It also discusses the rationale, scope, methodology, and assumptions underpinning the GTETI assessment process. The Companion Paper explains the limitations and issues users should bear in mind when consulting the index, which is publicly available free of charge on the Tax Expenditures Lab website, www.taxexpenditures.org.

Beitragsjahre als Kriterium für Renteneintritt würde neue Ungleichheiten schaffen – und das eigentliche Problem nicht lösen

Zusammenfassung:

8. Mai 2026 – In der rentenpolitischen Debatte gewinnt ein aktueller Vorschlag viel Zuspruch: das Renteneintrittsalter an die Zahl der geleisteten Beitragsjahre zu koppeln. Als Kriterium für den Renteneintritt werden in der Regel 45 Beitragsjahre genannt. Die Idee dahinter ist intuitiv einleuchtend: Wer früh berufstätig war und lange eingezahlt hat, soll auch früher in Rente gehen dürfen. Doch so plausibel diese Logik auf den ersten Blick erscheint, so komplex sind die Fragen, die sich für eine Umsetzung ergeben würden. Entscheidend ist, welche Zeiten überhaupt als anrechenbare Wartezeiten gelten. Denn Versicherungsbiografien verlaufen selten geradlinig. Für viele Versicherte wechseln sich Erwerbsphasen mit Zeiten der Arbeitslosigkeit, Krankheit, Kindererziehung oder Pflege ab. Um diese Vielfalt näher zu beleuchten, betrachtet diese Kurzstudie empirische Versicherungszeiten nach verschiedenen rentenrechtlichen Definitionen für die Geburtskohorte 1957. Die Analyse der Versicherungsdaten zeigt, dass unter der aktuellen Definition der Wartezeit von 45 Jahren nur 40 Prozent der Versicherten dieses Jahrgangs die 45-Jahres-Schwelle bis zum Renteneintritt erreicht hatten. Würde man diese Schwelle für alle Versicherten verbindlich einführen, würden vor allem zwei Gruppen erst später als bisher in Rente gehen können: einerseits Akademiker*innen, die später ins Erwerbsleben eintreten, andererseits Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien. Zu letzteren zählen insbesondere Frauen mit Kindern und Personen mit Phasen längerer Arbeitslosigkeit.


The effects of agricultural environment-related provisions in regional trade agreements on agricultural trade

As environmental challenges, including climate change and biodiversity loss, increasingly shape global policy discussions, the integration of environmental concerns into regional trade agreements (RTAs) has gained significant importance. A novel database on environment-related provisions for agriculture, fisheries, and forestry (Ag-ERPs) in RTAs allows us to analyse their effects on trade and environmental outcomes. Putting the spotlight on sustainable agricultural practices, these provisions aim to ensure that trade liberalization does not come at the cost of environmental degradation. Agriculture-related environmental provisions can most directly contribute to positive environmental outcomes by altering the trade flows of partner countries within the respective RTAs. The purpose of this study is therefore to explore how Ag-ERPs influence agricultural trade flows between partner countries, with specific emphasis on the composition of trade and the environmental outcomes these provisions might foster. The study analyses the impact of Ag-ERPs on agricultural trade flows using bilateral trade data, which allows for a detailed examination of product-level trade patterns. It looks at both economic and environmental effects.

The effects of agricultural environment-related provisions in regional trade agreements on agricultural trade

As environmental challenges, including climate change and biodiversity loss, increasingly shape global policy discussions, the integration of environmental concerns into regional trade agreements (RTAs) has gained significant importance. A novel database on environment-related provisions for agriculture, fisheries, and forestry (Ag-ERPs) in RTAs allows us to analyse their effects on trade and environmental outcomes. Putting the spotlight on sustainable agricultural practices, these provisions aim to ensure that trade liberalization does not come at the cost of environmental degradation. Agriculture-related environmental provisions can most directly contribute to positive environmental outcomes by altering the trade flows of partner countries within the respective RTAs. The purpose of this study is therefore to explore how Ag-ERPs influence agricultural trade flows between partner countries, with specific emphasis on the composition of trade and the environmental outcomes these provisions might foster. The study analyses the impact of Ag-ERPs on agricultural trade flows using bilateral trade data, which allows for a detailed examination of product-level trade patterns. It looks at both economic and environmental effects.

The effects of agricultural environment-related provisions in regional trade agreements on agricultural trade

As environmental challenges, including climate change and biodiversity loss, increasingly shape global policy discussions, the integration of environmental concerns into regional trade agreements (RTAs) has gained significant importance. A novel database on environment-related provisions for agriculture, fisheries, and forestry (Ag-ERPs) in RTAs allows us to analyse their effects on trade and environmental outcomes. Putting the spotlight on sustainable agricultural practices, these provisions aim to ensure that trade liberalization does not come at the cost of environmental degradation. Agriculture-related environmental provisions can most directly contribute to positive environmental outcomes by altering the trade flows of partner countries within the respective RTAs. The purpose of this study is therefore to explore how Ag-ERPs influence agricultural trade flows between partner countries, with specific emphasis on the composition of trade and the environmental outcomes these provisions might foster. The study analyses the impact of Ag-ERPs on agricultural trade flows using bilateral trade data, which allows for a detailed examination of product-level trade patterns. It looks at both economic and environmental effects.

Teresa Schildmann: „Steuerschätzung ist Warnsignal für Finanzpolitik der Bundesregierung“

Der neuesten Steuerschätzung zufolge dürfte der Gesamtstaat bis 2030 jedes Jahr fast 18 Milliarden Euro weniger als noch im Oktober erwartet zur Verfügung haben. Auf Bundesebene fehlen im Vergleich zum vergangene Woche präsentierten Finanzplan des Bundesfinanzministers im kommenden Jahr voraussichtlich vier Milliarden Euro und 2028 und 2029 jeweils zwei Milliarden Euro. Dazu eine Einschätzung von Teresa Schildmann, Wissenschaftlerin in der Abteilung Makroökonomie im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Mitglied des Arbeitskreises Steuerschätzung:

Die aktuelle Steuerschätzung ist ein Warnsignal für die Finanzpolitik der Bundesregierung. Der finanzielle Spielraum des Bundes wird wieder enger – nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, sondern auch wegen zusätzlicher steuerlicher Entlastungsmaßnahmen der vergangenen Monate. Das dürfte die Haushaltsaufstellung für die kommenden Jahre weiter erschweren.  

Zwar profitiert der Staat kurzfristig teilweise von höheren Preisen vor allem bei Energie, da diese die Einnahmen etwa bei der Umsatzsteuer erhöhen. Gleichzeitig überwiegen jedoch die negativen Effekte: Die hohe Unsicherheit belastet Konsum und Investitionen, die wirtschaftliche Dynamik schwächt sich ab und insbesondere bei gewinnabhängigen Steuern fallen die Einnahmen geringer aus. Hinzu kommen neue steuerpolitische Maßnahmen wie die dauerhafte Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie, die dauerhafte Senkung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe oder der Tankrabatt, also die temporäre Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, die die öffentlichen Haushalte zusätzlich belasten.  

Die Bundesregierung steht damit zunehmend vor einem Zielkonflikt: Einerseits besteht weiterhin der politische Wunsch nach Entlastungen für Bürger*innen sowie Unternehmen. Andererseits werden die Spielräume für zusätzliche Ausgaben kleiner. Zusätzliche Einnahmen durch höhere Verbrauchsteuern etwa auf Tabakprodukte und zuckerhaltige Getränke können dabei nur begrenzt helfen.  

Es spricht daher vieles dafür, dass die Politik künftig stärker auf die Ausgabenseite schauen muss. Dazu gehören eine konsequentere Prüfung und gegebenenfalls der Abbau von Subventionen, eine effizientere Verwaltung und langfristig auch Reformen bei den Sozialversicherungssystemen. Entscheidend wird sein, die öffentlichen Finanzen nachhaltig zu stabilisieren, ohne die wirtschaftliche Erholung zusätzlich zu belasten.


Konsum in Deutschland überschreitet planetare Belastungsgrenzen deutlich – Klimasorgen wachsen in allen Altersstufen

DIW-Wochenbericht zu sozial-ökologischer Transformation beleuchtet Nachhaltigkeit des Konsums und Klimasorgen in Deutschland – Planetare Grenzen bei Konsum dauerhaft überschritten – Besorgnis wegen Klimawandels wächst in allen Altersstufen – Breite gesellschaftliche Basis eröffnet Chancen für ...

Reform des Entwicklungssektors für agentische KI (und was danach kommt)

Bonn, 7 Mai 2026. Agentische KI hält Einzug in die Entwicklungszusammenarbeit (EZ), noch bevor sie dort gesteuert werden kann. Deutschland sollte bei der technologischen Transformation des Sektors eine Führungsrolle übernehmen.

Agentische KI hält Einzug in die EZ, noch bevor der Sektor die Mittel hat, sie zu steuern. Anders als die bisher genutzten Chatbots handeln agentische Systeme eigenständig: Sie rufen Tools auf und verknüpfen Schritte, um Aufgaben zu lösen. Wenn das OECD-DAC-Governance-Netzwerk diesen Monat über KI berät, stellt sich daher eine schwierige Frage: Wie lässt sich eine derart schnelllebige, zunehmend autonome Technologie einführen und steuern?

Als größter Geber unter den DAC-Ländern sollte Deutschland eine Führungsrolle bei der technologischen Transformation des Entwicklungssektors übernehmen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) könnte eine technische Einheit aufbauen, die mit KI-Tools experimentiert und Rechenschaftsstandards setzt. Dafür braucht es politischen Willen und einen institutionellen Rahmen, der KI als sich stetig verschiebende technologische Grenze begreift.

Der EZ-Sektor ist noch nicht bereit für agentische KI

Das erste Problem ist das enorme Tempo des Wandels. In nur 18 Monaten hat sich die Technologie deutlich gewandelt: von Chatbots, die Informationen abrufen, hin zu Systemen, die Daten generieren und eigenständig mit mehreren Tools arbeiten. Laut AI Index 2025 der Stanford University sanken die Betriebskosten dieser Modelle im selben Zeitraum um mehr als das 280-Fache. Die Hürden für fortschrittliche KI sinken entsprechend. Bei Innovationszyklen von Wochen kommt die EZ mit ihren langen Beschaffungsfristen und der starren Bürokratie kaum hinterher.

Aus dieser Diskrepanz ergibt sich ein Kapazitätsproblem. Entwicklungsorganisationen gelingt es kaum, KI-Innovationen zu verfolgen, eigene Tools zu entwickeln und zugleich Qualifikationslücken zu schließen. Die absehbare Folge: Einzelne Mitarbeitende experimentieren nebenbei, während kleinere Einheiten auf das jeweils günstigste kommerzielle Modell zurückgreifen.

Diese Kapazitätsengpässe haben zwei Folgen. Erstens wird die Skalierbarkeit beeinträchtigt: Laut einer OECD-Übersicht verbleiben die meisten KI-Pilotprojekte in der explorativen Phase. Zweitens führen ad-hoc eingesetzte KI-Anwendungen zu inkompatiblen Standards und Lücken in der Rechenschaftspflicht.

Die größere Hürde sind jedoch die Daten. KI ist nur so leistungsfähig wie die Informationen, auf denen sie beruht. In fragilen Staaten und Gemeinschaften mit eingeschränktem digitalen Zugang – etwa dort, wo viele unterrepräsentierte afrikanische Sprachen in Trainingsdaten kaum vorkommen – können agentische Systeme irreführende Ergebnisse liefern, mit teils gravierenden Folgen für Entwicklungsprogramme.

Das BMZ sollte eine Führungsrolle übernehmen

Das BMZ hat bereits Vorarbeit für sektorale Reformen geleistet. Das BMZ Data Lab hat Datenpipelines und einen ministeriellen Chatbot (KIEZ) entwickelt. FAIR Forward hat gemeinsam mit sieben Partnerländern an offenen KI-Daten gearbeitet und dabei aufschlussreiche Materialien produziert. Der neue Reformplan des BMZ greift KI ebenfalls an drei Stellen auf, darunter die Einrichtung einer neuen Einheit für strategische Vorausschau. Doch versteht er KI weiterhin als Instrument – und nicht als sich verschiebende Grenze, die kontinuierliche institutionelle Beobachtung erfordert.

Das BMZ könnte ein Team aufstellen, welches sektorweite KI-Kompetenz bereithält. Dies wäre eine agile Einheit aus Ingenieur*innen und Entwicklungspraktiker*innen, die Ressourcen verschiedener Akteure bündelt, Protokolle entwickelt und modernste KI-Tools für Geber und Entwicklungsorganisationen testet – für eine sichere und dennoch schnellere Einführung. Ihr Mandat ginge über die interne Unterstützung des Ministeriums hinaus. Es würde mit kürzeren Vertrags- und Beschaffungszyklen arbeiten als im Sektor üblich, mit Klauseln, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Tools im Zuge des technologischen Fortschritts erlauben. Kleinere Geber und andere Organisationen könnten über Co-Entwicklung, gemeinsame Schulungen und offenen Zugang zu Tools und Protokollen auf dieselben Ressourcen zugreifen.       

Eine solche Einheit würde zwei Probleme zugleich adressieren. Das BMZ würde zu einem zentralen Knotenpunkt für die Bündelung von Ressourcen und den Aufbau gemeinsamer Kapazitäten im Sektor. Zugleich könnte es sektorspezifische Standards für algorithmische Rechenschaftspflicht entwickeln – etwa verpflichtende Prüfpfade für Entscheidungen in jedem agentischen KI-System. Diese Instrumente wiederum würden das BMZ stärken, indem sie die normativen Debatten über den Einsatz von KI in der EZ weltweit aktiv mitgestalten.

Dieselbe Einheit könnte auch das Datenproblem aufgreifen. Sie könnte Leitlinien für „Datenbereitschaftsbewertungen“ entwickeln – als Standardvoraussetzung für jede KI-gestützte Programmierung (vergleichbar mit Umweltverträglichkeitsprüfungen). Zudem könnte sie dazu beitragen, über Jahrzehnte gewachsenes institutionelles Erfahrungswissen des Sektors in öffentlich zugängliches, KI-gestütztes und handlungsorientiertes Wissen zu überführen (über KIEZ hinaus). Dieses könnte erstens digital benachteiligten Gemeinschaften mehr Sichtbarkeit verschaffen und zweitens Fachkräfte weltweit stärken. Statt eines 100-seitigen, statischen PDF-Toolkits wäre ein interaktives System denkbar, in dem Anwender*innen fragen können: „Was hat in ähnlichen Kontexten wie meinem funktioniert?“ und das daraufhin synthetisierte, quellenbasierte Antworten liefert. 

Deutschland sollte dieses enge Zeitfenster nicht verpassen, um zur führenden Stimme der KI-Transformation in der EZ zu werden.

Reform des Entwicklungssektors für agentische KI (und was danach kommt)

Bonn, 7 Mai 2026. Agentische KI hält Einzug in die Entwicklungszusammenarbeit (EZ), noch bevor sie dort gesteuert werden kann. Deutschland sollte bei der technologischen Transformation des Sektors eine Führungsrolle übernehmen.

Agentische KI hält Einzug in die EZ, noch bevor der Sektor die Mittel hat, sie zu steuern. Anders als die bisher genutzten Chatbots handeln agentische Systeme eigenständig: Sie rufen Tools auf und verknüpfen Schritte, um Aufgaben zu lösen. Wenn das OECD-DAC-Governance-Netzwerk diesen Monat über KI berät, stellt sich daher eine schwierige Frage: Wie lässt sich eine derart schnelllebige, zunehmend autonome Technologie einführen und steuern?

Als größter Geber unter den DAC-Ländern sollte Deutschland eine Führungsrolle bei der technologischen Transformation des Entwicklungssektors übernehmen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) könnte eine technische Einheit aufbauen, die mit KI-Tools experimentiert und Rechenschaftsstandards setzt. Dafür braucht es politischen Willen und einen institutionellen Rahmen, der KI als sich stetig verschiebende technologische Grenze begreift.

Der EZ-Sektor ist noch nicht bereit für agentische KI

Das erste Problem ist das enorme Tempo des Wandels. In nur 18 Monaten hat sich die Technologie deutlich gewandelt: von Chatbots, die Informationen abrufen, hin zu Systemen, die Daten generieren und eigenständig mit mehreren Tools arbeiten. Laut AI Index 2025 der Stanford University sanken die Betriebskosten dieser Modelle im selben Zeitraum um mehr als das 280-Fache. Die Hürden für fortschrittliche KI sinken entsprechend. Bei Innovationszyklen von Wochen kommt die EZ mit ihren langen Beschaffungsfristen und der starren Bürokratie kaum hinterher.

Aus dieser Diskrepanz ergibt sich ein Kapazitätsproblem. Entwicklungsorganisationen gelingt es kaum, KI-Innovationen zu verfolgen, eigene Tools zu entwickeln und zugleich Qualifikationslücken zu schließen. Die absehbare Folge: Einzelne Mitarbeitende experimentieren nebenbei, während kleinere Einheiten auf das jeweils günstigste kommerzielle Modell zurückgreifen.

Diese Kapazitätsengpässe haben zwei Folgen. Erstens wird die Skalierbarkeit beeinträchtigt: Laut einer OECD-Übersicht verbleiben die meisten KI-Pilotprojekte in der explorativen Phase. Zweitens führen ad-hoc eingesetzte KI-Anwendungen zu inkompatiblen Standards und Lücken in der Rechenschaftspflicht.

Die größere Hürde sind jedoch die Daten. KI ist nur so leistungsfähig wie die Informationen, auf denen sie beruht. In fragilen Staaten und Gemeinschaften mit eingeschränktem digitalen Zugang – etwa dort, wo viele unterrepräsentierte afrikanische Sprachen in Trainingsdaten kaum vorkommen – können agentische Systeme irreführende Ergebnisse liefern, mit teils gravierenden Folgen für Entwicklungsprogramme.

Das BMZ sollte eine Führungsrolle übernehmen

Das BMZ hat bereits Vorarbeit für sektorale Reformen geleistet. Das BMZ Data Lab hat Datenpipelines und einen ministeriellen Chatbot (KIEZ) entwickelt. FAIR Forward hat gemeinsam mit sieben Partnerländern an offenen KI-Daten gearbeitet und dabei aufschlussreiche Materialien produziert. Der neue Reformplan des BMZ greift KI ebenfalls an drei Stellen auf, darunter die Einrichtung einer neuen Einheit für strategische Vorausschau. Doch versteht er KI weiterhin als Instrument – und nicht als sich verschiebende Grenze, die kontinuierliche institutionelle Beobachtung erfordert.

Das BMZ könnte ein Team aufstellen, welches sektorweite KI-Kompetenz bereithält. Dies wäre eine agile Einheit aus Ingenieur*innen und Entwicklungspraktiker*innen, die Ressourcen verschiedener Akteure bündelt, Protokolle entwickelt und modernste KI-Tools für Geber und Entwicklungsorganisationen testet – für eine sichere und dennoch schnellere Einführung. Ihr Mandat ginge über die interne Unterstützung des Ministeriums hinaus. Es würde mit kürzeren Vertrags- und Beschaffungszyklen arbeiten als im Sektor üblich, mit Klauseln, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Tools im Zuge des technologischen Fortschritts erlauben. Kleinere Geber und andere Organisationen könnten über Co-Entwicklung, gemeinsame Schulungen und offenen Zugang zu Tools und Protokollen auf dieselben Ressourcen zugreifen.       

Eine solche Einheit würde zwei Probleme zugleich adressieren. Das BMZ würde zu einem zentralen Knotenpunkt für die Bündelung von Ressourcen und den Aufbau gemeinsamer Kapazitäten im Sektor. Zugleich könnte es sektorspezifische Standards für algorithmische Rechenschaftspflicht entwickeln – etwa verpflichtende Prüfpfade für Entscheidungen in jedem agentischen KI-System. Diese Instrumente wiederum würden das BMZ stärken, indem sie die normativen Debatten über den Einsatz von KI in der EZ weltweit aktiv mitgestalten.

Dieselbe Einheit könnte auch das Datenproblem aufgreifen. Sie könnte Leitlinien für „Datenbereitschaftsbewertungen“ entwickeln – als Standardvoraussetzung für jede KI-gestützte Programmierung (vergleichbar mit Umweltverträglichkeitsprüfungen). Zudem könnte sie dazu beitragen, über Jahrzehnte gewachsenes institutionelles Erfahrungswissen des Sektors in öffentlich zugängliches, KI-gestütztes und handlungsorientiertes Wissen zu überführen (über KIEZ hinaus). Dieses könnte erstens digital benachteiligten Gemeinschaften mehr Sichtbarkeit verschaffen und zweitens Fachkräfte weltweit stärken. Statt eines 100-seitigen, statischen PDF-Toolkits wäre ein interaktives System denkbar, in dem Anwender*innen fragen können: „Was hat in ähnlichen Kontexten wie meinem funktioniert?“ und das daraufhin synthetisierte, quellenbasierte Antworten liefert. 

Deutschland sollte dieses enge Zeitfenster nicht verpassen, um zur führenden Stimme der KI-Transformation in der EZ zu werden.

Reform des Entwicklungssektors für agentische KI (und was danach kommt)

Bonn, 7 Mai 2026. Agentische KI hält Einzug in die Entwicklungszusammenarbeit (EZ), noch bevor sie dort gesteuert werden kann. Deutschland sollte bei der technologischen Transformation des Sektors eine Führungsrolle übernehmen.

Agentische KI hält Einzug in die EZ, noch bevor der Sektor die Mittel hat, sie zu steuern. Anders als die bisher genutzten Chatbots handeln agentische Systeme eigenständig: Sie rufen Tools auf und verknüpfen Schritte, um Aufgaben zu lösen. Wenn das OECD-DAC-Governance-Netzwerk diesen Monat über KI berät, stellt sich daher eine schwierige Frage: Wie lässt sich eine derart schnelllebige, zunehmend autonome Technologie einführen und steuern?

Als größter Geber unter den DAC-Ländern sollte Deutschland eine Führungsrolle bei der technologischen Transformation des Entwicklungssektors übernehmen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) könnte eine technische Einheit aufbauen, die mit KI-Tools experimentiert und Rechenschaftsstandards setzt. Dafür braucht es politischen Willen und einen institutionellen Rahmen, der KI als sich stetig verschiebende technologische Grenze begreift.

Der EZ-Sektor ist noch nicht bereit für agentische KI

Das erste Problem ist das enorme Tempo des Wandels. In nur 18 Monaten hat sich die Technologie deutlich gewandelt: von Chatbots, die Informationen abrufen, hin zu Systemen, die Daten generieren und eigenständig mit mehreren Tools arbeiten. Laut AI Index 2025 der Stanford University sanken die Betriebskosten dieser Modelle im selben Zeitraum um mehr als das 280-Fache. Die Hürden für fortschrittliche KI sinken entsprechend. Bei Innovationszyklen von Wochen kommt die EZ mit ihren langen Beschaffungsfristen und der starren Bürokratie kaum hinterher.

Aus dieser Diskrepanz ergibt sich ein Kapazitätsproblem. Entwicklungsorganisationen gelingt es kaum, KI-Innovationen zu verfolgen, eigene Tools zu entwickeln und zugleich Qualifikationslücken zu schließen. Die absehbare Folge: Einzelne Mitarbeitende experimentieren nebenbei, während kleinere Einheiten auf das jeweils günstigste kommerzielle Modell zurückgreifen.

Diese Kapazitätsengpässe haben zwei Folgen. Erstens wird die Skalierbarkeit beeinträchtigt: Laut einer OECD-Übersicht verbleiben die meisten KI-Pilotprojekte in der explorativen Phase. Zweitens führen ad-hoc eingesetzte KI-Anwendungen zu inkompatiblen Standards und Lücken in der Rechenschaftspflicht.

Die größere Hürde sind jedoch die Daten. KI ist nur so leistungsfähig wie die Informationen, auf denen sie beruht. In fragilen Staaten und Gemeinschaften mit eingeschränktem digitalen Zugang – etwa dort, wo viele unterrepräsentierte afrikanische Sprachen in Trainingsdaten kaum vorkommen – können agentische Systeme irreführende Ergebnisse liefern, mit teils gravierenden Folgen für Entwicklungsprogramme.

Das BMZ sollte eine Führungsrolle übernehmen

Das BMZ hat bereits Vorarbeit für sektorale Reformen geleistet. Das BMZ Data Lab hat Datenpipelines und einen ministeriellen Chatbot (KIEZ) entwickelt. FAIR Forward hat gemeinsam mit sieben Partnerländern an offenen KI-Daten gearbeitet und dabei aufschlussreiche Materialien produziert. Der neue Reformplan des BMZ greift KI ebenfalls an drei Stellen auf, darunter die Einrichtung einer neuen Einheit für strategische Vorausschau. Doch versteht er KI weiterhin als Instrument – und nicht als sich verschiebende Grenze, die kontinuierliche institutionelle Beobachtung erfordert.

Das BMZ könnte ein Team aufstellen, welches sektorweite KI-Kompetenz bereithält. Dies wäre eine agile Einheit aus Ingenieur*innen und Entwicklungspraktiker*innen, die Ressourcen verschiedener Akteure bündelt, Protokolle entwickelt und modernste KI-Tools für Geber und Entwicklungsorganisationen testet – für eine sichere und dennoch schnellere Einführung. Ihr Mandat ginge über die interne Unterstützung des Ministeriums hinaus. Es würde mit kürzeren Vertrags- und Beschaffungszyklen arbeiten als im Sektor üblich, mit Klauseln, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Tools im Zuge des technologischen Fortschritts erlauben. Kleinere Geber und andere Organisationen könnten über Co-Entwicklung, gemeinsame Schulungen und offenen Zugang zu Tools und Protokollen auf dieselben Ressourcen zugreifen.       

Eine solche Einheit würde zwei Probleme zugleich adressieren. Das BMZ würde zu einem zentralen Knotenpunkt für die Bündelung von Ressourcen und den Aufbau gemeinsamer Kapazitäten im Sektor. Zugleich könnte es sektorspezifische Standards für algorithmische Rechenschaftspflicht entwickeln – etwa verpflichtende Prüfpfade für Entscheidungen in jedem agentischen KI-System. Diese Instrumente wiederum würden das BMZ stärken, indem sie die normativen Debatten über den Einsatz von KI in der EZ weltweit aktiv mitgestalten.

Dieselbe Einheit könnte auch das Datenproblem aufgreifen. Sie könnte Leitlinien für „Datenbereitschaftsbewertungen“ entwickeln – als Standardvoraussetzung für jede KI-gestützte Programmierung (vergleichbar mit Umweltverträglichkeitsprüfungen). Zudem könnte sie dazu beitragen, über Jahrzehnte gewachsenes institutionelles Erfahrungswissen des Sektors in öffentlich zugängliches, KI-gestütztes und handlungsorientiertes Wissen zu überführen (über KIEZ hinaus). Dieses könnte erstens digital benachteiligten Gemeinschaften mehr Sichtbarkeit verschaffen und zweitens Fachkräfte weltweit stärken. Statt eines 100-seitigen, statischen PDF-Toolkits wäre ein interaktives System denkbar, in dem Anwender*innen fragen können: „Was hat in ähnlichen Kontexten wie meinem funktioniert?“ und das daraufhin synthetisierte, quellenbasierte Antworten liefert. 

Deutschland sollte dieses enge Zeitfenster nicht verpassen, um zur führenden Stimme der KI-Transformation in der EZ zu werden.

Katharina Wrohlich in G7-Beratungsgremium für Gleichstellungsfragen (GEAC) berufen

Die Bundesregierung hat Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin und Professorin für Öffentliche Finanzen, Gender- und Familienökonomie an der Universität Potsdam in den Gender Equality Advisory Council (GEAC) berufen. Dieser Expert*innenrat berät die G7 in ...

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